Frohe Weihnachten!

Das 24. Fenster wird geöffnet...

... und es gehen mir da einige Bilder auf:

Zufriedenheit. Wir, das waren 4 junge Leute, haben 1985 begonnen den
Betrieb auf Poellndorf aufzubauen. Damals waren um den Hof Felder...
und sonst nichts. Es war die Begeisterung, die uns damals trieb,
unterstützt von den Gründungsmitlgiedern des Reitvereins. Dass die EM
1987 auf Poellndorf stattfand und legendär wurde, verdankten wir der
eigenen Unverfrorenheit und Hartnäckigkeit und der Unterstützung der
damals "Altvorderen", den Vereinsgründern, Prim. Kaspar als polternden
ÖIV-Chef und Freund, Max Indermaur von der FEIF, Heinz Matschy als
Turnierleiter und vielen anderen mehr. Die EM ebnete den Weg, dass
Barbara und ich den Hof übernehmen und fortführen konnten.



Es waren weitere wichtige Wegbegleiter, die einen Erfolg ermöglichten.
Karl Steffelbauer, der Hofbesitzer, der uns in seiner Gewogenheit
Bedingungen gab, die einen Start auch ohne Eigenkapital erst möglich
machten. Freunde, wie Dr. Helmut Seyr, der uns den Mietvertrag für den
Hof machte oder Ing. Hans Wimmer, der Vater von Cordula und Gereon, der
uns half, die neuen Stallungen 1998 und die Halle 2001 so zu bauen, dass
wir sie auch finanzieren konnten......

Einige MitarbeiterInnen sind heute noch am Hof tätig, die schon auf
unsere Kinder aufgepasst haben, dass ihnen beim "Helfen am Hof" nichts
passiert.

Wer die Beiträge im Adventkalender liest, meint wahrscheinlich,
Poellndorf wäre das Paradies. Das ist es nicht. Wir machen unsere Arbeit
am Hof mit allen unseren Stärken und Schwächen möglichst gut, aber
sicher nicht perfekt. Der Betrieb, die EinstellerInnen, die
ReitschülerInnen haben nicht immer die gleichen Interessen, aber wir
finden uns in der Einsicht, dass wir das Privileg haben, unsere Zeit -
egal ob Arbeit- oder Freizeit - mit unseren Pferden zu verbringen. Es
ist schon erstaunlich, was die nonverbale Kommunikation mit diesen Wesen
mit uns machen kann, wie sie uns buchstäblich formt (und umgekehrt
unsere Pferde).

Das ist auch der Grund, warum wir als HofbetreiberInnen hart daran
arbeiten werden, dass Poellndorf und die Reiterei eine Zukunft haben.
Wir wollen gemeinsam mit Euch die Verantwortung für das Wohl der Pferde
am Hof tragen und wir werden daran arbeiten, dass der ökologische
Fussabdruck der Reiterei so klein wird, dass dieses Privileg in Zukunft
immer nachhaltiger und damit langfristig möglich wird. Dazu braucht es
uns alle.

In diesem Sinne wünschen wir alle Euch ein Frohes Fest und
Optimismus über Covid hinaus.

Hannes, Barbara und Johanna Kirchmayr