Das 18. Fensterchen

Der Pölli-Adventkalender

„Heimat ist da, wo man sich nicht erklären muss.“

Treffender als J.G. Herder könnte ich meinen Bezug zu diesem Flecken Erde nicht beschreiben.

Pöllndorf ist immer ein wenig Urlaub vom Alltag, eine Ruheinsel und ein wichtiger Ort um Kraft zu tanken. Der Weg nach Pöllndorf ist, je nachdem wer mit mir im Auto sitzt, von liebgewordenen Ritualen geprägt; ob es Hörspiele (Theresa), Diskussionen über „eh alles“ (Lena) oder „Fach“gesimpel über unsere Reit“künste“ (David) sind. 35 Minuten im Auto, vorbei an jahreszeitlich sich ändernder Landschaft, massenhaft Robinienblüte im Frühling, sattes Grün und hohe Feldkulturen im Sommer, buntes Laub und Nebelschwaden im Herbst, Frost und Eisblüten im Winter. Die Veränderung ist stetig, der Weg bleibt derselbe.

Ankommen, Motor abstellen und dann…

….hinein in den Trubel, Menschen und ihre 4beiner - es werden immer mehr, die ich nun auch schon namentlich zusammen-ordnen kann; die Hofcrew - immer in Bewegung; Hannes auf Pferd oder Fahrrad – immerzu schnell unterwegs und dennoch, einen Schmäh hat er stets parat; Johanna meist mit Pferd, manchmal auch mit zwei im Schlepptau – ein Fels in der steten Brandung namens „Pöllndorf“; Nikolaus - Schmied mit rosa, blau und orange im Angebot, Bier- und Saftlieferant, guter Gesprächspartner für zukunftsweisende Innovationen; Verena – fröhlich, lachend zieht sie Pferd und Reiter in ihren Bann und dann, ist da noch Barbara – die (darf ich das so schreiben?) Hofmama, die immer um gute Stimmung bemüht ist, für Probleme ein offenes Ohr hat und zumeist eine rettende Lösung findet, mir MEINE Rodadis vermittelt hat, obwohl ich einen Wallach (groß, kräftig, Fuchs) gesucht habe und mich und das kleine ADHS-Pony in den vergangenen Monaten intensiv begleitet und zusammengeführt hat.

Was ich an Pöllndorf schätze? Ich bin willkommen; mit all meinen Marotten (Weltklasse), meinem Mundwerk, meiner Art. Das ist schön. Das tut mir gut. Danke, Katja