Das 5. Fenster

Der Pölli Adventkalender

Ein Lebenstraum wird wahr

Alles hat mit dem Voltigieren begonnen, als wir vor 7 Jahren nach Pöllndorf gekommen sind. Ich selbst habe mich schon in meiner Jugend mit dem „Pferdevirus“ infiziert, umso mehr hat es mich gefreut, dass meine Tochter Viki in Pöllndorf erste Pferdeluft schnuppern konnte, und sie wäre nicht meine Tochter, wenn sie nicht in kürzester Zeit die Liebe zu den Pferden entdeckt hätte. Einige Jahre habe ich ihr von den Zuschauerbänken zugesehen, wie sie Runde um Runde auf den Isis gedreht hat. Irgendwann hatte ich die Nase voll vom Warten und habe kurzerhand beschlossen, mich auch wieder in den Sattel zu schwingen. So waren wir jeden Sonntag Vormittag gemeinsam in der Abostunde unterwegs und durften viel lernen und manchmal auch an uns selbst zweifeln.

Schnell hatte ich meinen Liebling unter den Schulpferden gefunden: einer, auf den man sich verlassen konnte, der auf seine Reiter aufpasst und sich stets bemüht herauszufinden, was sein Reiter eigentlich von ihm will (und da habe ich es ihm manchmal gar nicht so leicht gemacht). Fönix ist der Name diese Schatzes, der mich durch viele Reitstunden getragen hat und mir immer das Gefühl gab, doch zumindest ein bisschen reiten zu können. Im November 2018 haben wir ihn dann gemietet – und das schöne war, dass auch Viki immer gut mit ihm zurecht kam und große Freude mit ihm hatte. Ich kann nicht sagen, wann genau er sich den Platz in unseren Herzen gesichert hat, aber als Hannes mir im November gesagt hat, dass er in neue Hände kommen soll, hat das ein ziemliches Durcheinander in meinem Kopf ausgelöst. Ein eigenes Pferd zu haben schien auf den ersten Blick völlig unvorstellbar, ihn zu verlieren aber ebenso.

Nach einigen schlaflosen Nächten war klar: den Fönix geben wir nicht mehr her! Und so ist es gekommen, wie es kommen musste: wir haben eingeschlagen und sind nun frischgebackene Pferdebesitzer! Ganz besonders gefreut haben uns all die Glückwünsche, die wir am Hof erhalten haben – geteilte Freude ist doppelte Freude, und auch die vielen Tipps, um die man gerade am Anfang so dankbar ist. Und warum diese Geschichte nun im Adventkalender steht? Weil wir sie mit euch teilen wollen, und weil sie zeigt, dass Lebensträume wahr werden können.

Viki und Birgit