beyond covid 1

So etwas wie ein adaptierter Adventkalender......bis der Spuk vorbei ist....

Die Covid-Übung ist keine leichte, sie ist aber auch eine Gelegenheit, über die eigene Reiterei nachzudenken und die Zukunft zu planen. Hier ein paar Anregungen zum Thema.

WISSEN. Aus meiner Sicht (Hannes Kirchmayr) hat sich die Islandpferdereiterei in den vergangenen Jahrzehnten gewaltig entwickelt. Erstaunlich ist allerdings oft, wie wenig  Hintergrundwissen bei den ReitschülerInnen existiert. Daher eingangs gleich eine Werbung in fremder Sache. Wehorse.com bietet eine Vielzahl extrem guter Filme zur Reiterei an. Die Themen kommen zwar nicht aus der Gangreiterei, aber die Lehrfilme beispielsweise von Anja Beran oder Ingrid Klimke, um nur 2 Trainerinnen zu nennen, sind absolut top.

Eine sehr originelle, aber einfallsreiche und spannende Sicht auf die Reiterei vermittelt: Clinton Anderson, Lessons well learned, mit dem bescheidenen Zusatz "why my method works for any horse". Irgendwie hat er aber recht. Das Buch ist in easy English geschrieben, geht absolut ohne Wörterbuch, und vermittelt seitenweise Aha-Erlebnisse für die tägliche Kommunikation mit dem Pferd. Ein Sager von ihm, frei übersetzt: Reiten ist nichts anderes, als Pferdebeine vorwärts, seitwärts und rückwärts zu bewegen. Klingt platt. Denkt man genauer drüber nach, kommt man drauf, dass man ganz schön weit ist, wenn man die Gangart, das Tempo, die Richtung,..... genau definieren kann. Natürlich kann man auch klassischer sagen: Reite Dein Pferd vorwärts und richte es gerade........

Wir hatten in den vergangenen Monaten einige tolle Fortbildungen am Hof. Zum Ausdauertraining gibt es einen Bericht über die Fortbildung mit Matthias Bojer, den ich gerne auf Zuruf zuschicke (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

PRAXIS. Das Training unserer Pferd sollten wir besser planen und vor allem ein Gleichgewicht zwischen Technik- und Ausdauertraining schaffen. Zu diesem Thema haben wir in den vergangenen Wochen ein Tool getestet, das uns empfehlenswert erscheint. Equisense. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Sender, der am Sattelgurt befestigt ist. Das Ding speichert dann die Trainingseinheit und liefert interessante Infos zu Dauer des Trainings, Anteil der Gangarten (allerdings nur Schritt, Trab, Galopp), Gangsymmetrie, Aufteilung des Trainings auf beide Hände, etc. UND mit Equisense kann man auch die Pulsfrequenz messen. Aus unseren bisherigen Erfahrungen können wir sagen:

  1. Die Aufzeichnung der Arbeitsdauer und -intensität half uns zu erkennen, dass viele ReiterInnen dazu neigen, sowohl die Arbeits- als auch die Beruhigungsphasen zu kurz zu machen.
  2. Equisense wäre ein interessante Schnittstelle zwischen TrainerIn und ReiterIn, da das , was der jeweilige Partner mit dem Pferd macht, einfach kommuniziert werden kann. Frei nach Magnus Skulason: Es gibt keine Ausreden mehr.

Unser Angebot für EUCH: Wir verwenden Equisense samt Pulsmesser bei 3-5 Trainingseinheiten und stellen Euch die Daten für das weitere Training, erweitert um ein paar Tipps zur Trainingsgestaltung, zur Verfügung. Wir denken darüber nach, EinstellerInnen bzw. KursteilnehmerInnen die Möglichkeit zu geben, mit Equisense zu trainieren.