Betriebssperre Tag 2

"Die Corona-Krise zeigt, wer sich selbst näher steht als anderen" Peter Plaikner in den OOEN. Wir hoffen, dass dieses Zitat für unsere Comunity nicht gilt!

Liebe PferdeeigentümerInnen und MitreiterInnen,

Es ist uns völlig klar, dass es alles andere als erfreulich ist, plötzlich nicht mehr die freie Zeit mit dem geliebten Vierbeiner verbringen zu können. Daher ein paar Annäherungsversuche an dieses Thema von verschiedenen Standpunkten aus.

  1. Die kommenden Tage werden entscheiden, ob wir durch eine massive Einschränkung der Kontakte die Neuerkrankungen und damit unkalkulierbare Risken für die bekannten Risikogruppen und das gesamte Gesundheitssystem vermindern können. Wer da immer noch Zweifel hat, möge die Berichte aus Italien lesen.......
  2. Wir haben am Hof derzeit 2 Personen für Fütterung und Versorgung der Pferde und 3 Personen für das Bewegen der Pferde beschäftigt. Damit ist die Personen- begrenzung mit max. 5 mehr oder weniger den ganzen Tag über erreicht. Am Sensibelsten wäre ein Ausfall jener, die die Pferde unmittelbar füttern und auf die Paddocks lassen. Darum haben wir in diesem Bereich auch 2 (!) Reserveteams, die im Notfall einspringen. Trotzdem wollen wir eine potentielle Ansteckung so unwahrscheinlich wie möglich machen. Allein deshalb ist eine Reduzierung der Kontakte sinnvoll und nötig.
  3. Wie Johanna auf Instagram dokumentiert, geht es den Pferden wirklich gut. Auch die tä Versorgung durch Dr. Ebner ist gesichert. Es gibt daher momentan keinen Grund zu hadern.
  4. So unangenehm das in Reiterohren klingen mag: Die Pferde hängen nicht an ihren Besitzern, sondern an ihren Herdenkollegen.... und die sind da. Das schöne Wetter hilft uns dabei, die Tiere möglichst lange draussen zu lassen. Auch die Kleinherden von Halle Nord sind derzeit auf den großen Paddocks draußen.
  5. Trainingsausfall: Wenn ein Herzenspferd wegen einer Erkrankung ausfällt, dann macht man nach Wochen oder Monaten wieder weiter. Wenn ein längerer Urlaub ansteht, dann wird das Pferd in dieser Zeit auf Sparflamme bewegt. In beiden Fällen ist die Welt nicht untergegangen.

Wenn man all diese Faktoren zusammenzählt, dann bleibt es dabei, dass

  1. Der "Personenverkehr" am Hof auf die MitarbeiterInnen beschränkt bleibt.
  2. Wer seinem Pferd Medikamente verabreichen muss, kann das - so wie immer - an uns delegieren oder selber erledigen. Termin ausmachen (wegen der 5Personen Grenze) -Auf den Hof kommen - Pferd versorgen - Abreisen.

Sobald sich Verbesserungen der Gesamtsituation zeigen, sind wir gerne bereit, diese Regeln zu verändern. ABER BITTE: Denkt an die Gesellschaft als Ganzes, an die Versorgung der Pferde am Hof..... und dann an die Freude, mit dem eigenen Pferd was tun zu können. Letzteres wird hoffentlich bald wieder möglich sein!