Wasser marsch.....

  • Drucken

.... oder einfach zum Nachdenken.

Ein Pferdehof wie unserer braucht täglich rund 10 bis 15 Kubikmeter Wasser. Einerseits für das Tränken der Pferde, andrerseits für die Bewässerung der Reitanlagen. Ohne uns viel Gedanken zu machen, haben wir Trink- und Brauchwasser aus unserem Hausbrunnen entnommen, der bis vor Kurzem auch 100 Kubikmeter pro Tag geliefert hat.

Vergangenen Mittwoch um 21.00 Uhr war dann Schluss mit Lustig. No water any more...... Der Grundwasserspiegel ist so weit gesunken, dass kein Wasser mehr zu fördern war.... Mit Hilfe des Installateurs war am Donnerstag am frühen Vormittag die Wasserversorgung der Pferde gesichert..... Wasser im Tank heranfahren und in die Anlage einspeisen.....

Was aber weiter? Der Brunnen mit einer Tiefe von mehr als 20 Metern ist mit Steinen ausgelegt. Ein Nachgraben also lebensgefährlich..... Abgesehen davon, dass die Brunnenbaufirmen auf Monate ausgebucht sind.....

Verena und Nikolaus Kirchmayr ebneten den Ausweg: Sie haben im Frühjahr 2018 einen Brunnen bohren lassen und uns die Wasserentnahme erlaubt......

Die Wassertransporte waren ja schon so etwas wie Tagesroutine auf die wir uns einzustellen begannen. Nebenbemerkung: Befüllen durften wir den Wassertank bei der Feuerwehr... Beachtlich, welche Infrastruktur da von vielen ehrenamtlichen Mitgliedern in Schuss gehalten wird! Dass diese Transporte schnell enden würden, war von uns nicht erwartet. Also:

Dienstag, 13.11. 14.00 Uhr Lokalaugenschein mit einem EVN-Techniker, um das Erdkabel zu lokalisieren...... Um 15.00 Uhr wird die Bodenfräse abgeladen..... Sie gräbt einen 350 m langen, mehr als einen Meter tiefen Schlitz in den völlig ausgedörrten Boden....... Die PLT-Schläuche werden verlegt.... Um 18.00 Uhr lautet die Anweisung des Schichtleiters Nikolaus Kirchmayr: Wasser marsch!!!!..... Poellndorf ist wieder mit Trinkwasser versorgt.....

Die Moral von der Geschichte: Wir werden für das Brauchwasser ein Regenwasserbassin bauen, das von den Niederschlägen auf die Stalldächer gespeist wird.......UND: Wir sollten langsam, aber sicher nachdenklich werden, was unseren Beitrag zum dräuenden Desaster betrifft......